StartAktuellesNovember 2012 - Aktive Hilfe für Kenia

November 2012 - Aktive Hilfe für Kenia

Vortrag: 12. November 2012 in Pfarrkirchen

Aktive Hilfe für Kenia

Gerhard Ernecker stellte seine Arbeit dem

Team des Eine-Welt-Ladens vor.

Behinderten und anderen benachteiligten Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen, eine faire Chance und eine vertrauensvolle Partnerschaft bieten - diese Ziele sind die Grundlagen für sein Geschäftsmodell, das Gerhard Ernecker aus Aldersbach den Mitarbeiterinnen des Eine-Welt-Ladens ITIWANA vorstellte.

Früher hat Herr Ernecker richtige Brücken gebaut. Als vor fünf Jahren seine Schwiegertochter in der Deutschen Botschaft in Nairobi zu arbeiten anfing, bekam er intensive Kontakte zu Kenia. Seither baut er Brücken für Kenianer zu Deutschland. Der Aldersbacher bietet mit seiner Handelsfirma "KEPOCKO-KENYAN ARTS" verschiedenen sozialen Einrichtungen eine verlässliche Partnerschaft, indem er die in deren Werkstätten hergestellten Waren zu einem fairen Preis abnimmt. So gibt er ihnen die Möglichkeit, sich in Würde selbst zu versorgen und nicht immer auf Almosen angewiesen zu sein.

Da gibt es z.B. das Projekt "BOMBOLULU", das Körperbehinderte und deren Familien betreut. Dort werden Stofftiere, Schmuckwaren, Gegenstände aus Holz und Leder gefertigt. Auch eine Rollstuhlwerkstatt ist angegliedert.

Der Projektpartner ZEPHANIA stellt z.B. Schalen aus Olivenholz mit Beineinlagen her.

Die Organisation UNDUGU kümmert sich um Straßenkinder.

Daneben hat er sich in Nairobi und Mombasa eine selbständige Produzentengruppe aufgebaut. Das sieht so aus: Rosemary z.B. baut aus Bananenblättern Baobab-Bäumchen als Schmuckständer, Mary macht Ketten, Eunice stellt Beinprodukte her. Immer sind es Frauen. Sie tragen, wie im übrigen Afrika auch, die ganze Last zur Versorgung der Familie. Dazu zitiert Herr Ernecker ein kenianisches Sprichwort: "Gibst du einer Frau Geld, profitiert die ganze Familie, gibst du einem Mann Geld, hat nur er etwas davon."

Er betont aber auch, welche enorme und segensreiche Sozialarbeit in Kenia von den Kirchen geleistet wird.

Die Waren, die von Erneckers Partnern in Kenia hergestellt werden, vertreibt er in Deutschland über die Weltläden. Mittlerweile beliefert er 250 Weltläden, darunter seit längerem auch den Pfarrkirchner Weltladen ITIWANA.

Heuer fuhr er bereits dreimal nach Kenia zur Nachkontrolle der Produkte, bevor sie auf die Reise nach Deutschland geschickt werden. Denn die Qualität muss auch den Ansprüchen der deutschen Kundinnen und Kunden genügen.

"Reich werden kann man von dieser Art des Handels nicht", sagt Herr Ernecker, "aber es gibt einem ein gutes Gefühl".

 

Aktive Hilfe für Kenia

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 15. Juli 2013 um 12:38 Uhr

 
Zum Anfang